{"id":18,"date":"2018-04-04T08:56:00","date_gmt":"2018-04-04T06:56:00","guid":{"rendered":"http:\/\/wp13410784.server-he.de\/?p=18"},"modified":"2020-12-21T11:37:38","modified_gmt":"2020-12-21T09:37:38","slug":"das-groe-finale-die-geschichte-des","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/ktinka.com\/?p=18","title":{"rendered":"Das gro\u00dfe Finale: Die Geschichte des verlorenen Kindes von Elena Ferrante"},"content":{"rendered":"<div style=\"box-sizing: inherit; color: #333333; font-family: Cardo; font-size: 18px; letter-spacing: 1px; line-height: 1.5; margin-bottom: 1.4em; margin-top: 21px; padding-left: 8px; padding-right: 10px;\">\n<div class=\"separator\" style=\"clear: both; text-align: center;\"><\/div>\n<p>Was lange w\u00e4hrt. Endlich! Der finale Band der gro\u00dfen Neapolitanischen Saga \u00bb<strong style=\"box-sizing: inherit;\">Die Geschichte des verlorenen Kindes<\/strong>\u00ab aus der Feder der italienischen Schriftstellerin\u00a0<strong style=\"box-sizing: inherit;\">Elena Ferrante<\/strong>\u00a0ist erschienen und somit die Antwort auf die Frage, die sich Leser|innen seit dem Erscheinen des ersten Bandes \u00bb<strong style=\"box-sizing: inherit;\">Meine geniale Freundin<\/strong>\u00ab stellen, zum Greifen nah: Wo ist Lila?<\/p>\n<\/div>\n<div style=\"box-sizing: inherit; color: #333333; font-family: Cardo; font-size: 18px; letter-spacing: 1px; line-height: 1.5; margin-bottom: 1.4em; margin-top: 21px; padding-left: 8px; padding-right: 10px;\"><\/div>\n<div style=\"box-sizing: inherit; color: #333333; font-family: Cardo; font-size: 18px; letter-spacing: 1px; line-height: 1.5; margin-bottom: 1.4em; margin-top: 21px; padding-left: 8px; padding-right: 10px;\">W\u00e4hrend ich den dritten Band der Saga,\u00a0<strong style=\"box-sizing: inherit;\">Die Geschichte der getrennten Wege<\/strong>, an nur zwei Abenden verschlungen habe, bereitete mir das Lesen des finalen Bandes,\u00a0<strong style=\"box-sizing: inherit;\">Die Geschichte des verlorenen Kindes<\/strong>, zun\u00e4chst einige Schwierigkeiten.\u00a0Zugunsten einer qualitativ hochwertigen \u00dcbersetzung hatte der\u00a0<a style=\"box-sizing: inherit; color: #f5c7b8; font-weight: bold; text-decoration: none; transition: all 0.1s ease-in-out;\" href=\"http:\/\/www.elenaferrante.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow noreferrer\">Suhrkamp Verlag<\/a>\u00a0das Erscheinen des dritten und vierten Bandes der\u00a0<strong style=\"box-sizing: inherit;\">Neapolitanischen Saga<\/strong>\u00a0jeweils um einige Monate verschoben. Eine richtige und wichtige Entscheidung, wie ich finde. Dennoch hat die lange Wartezeit auch eine Kehrseite gehabt: Allenthalben stolperte ich \u00fcber Namen oder Anspielungen auf Ereignisse, die mir kaum mehr etwas sagten.<\/div>\n<div style=\"box-sizing: inherit; color: #333333; font-family: Cardo; font-size: 18px; letter-spacing: 1px; line-height: 1.5; margin-bottom: 1.4em; margin-top: 21px; padding-left: 8px; padding-right: 10px;\">Das sagenumwobene\u00a0<strong style=\"box-sizing: inherit;\">Ferrante Fieber<\/strong>\u00a0packte mich nach gut der H\u00e4lfte des Buches. Ich las und las und konnte (wieder) nicht Aufh\u00f6ren.\u00a0<strong style=\"box-sizing: inherit;\">Die Geschichte des verlorenen Kindes<\/strong>\u00a0legt den Fokus so stark wie noch nie auf Len\u00f9\u00a0und Lila. Der Rione, der fest in der Hand der Solaras zu sein scheint, versinkt in einem Sumpf aus Korruption, Drogen und brutalen Morden, doch scheint all das auf eine merkw\u00fcrdige Weise zweitrangig zu sein. Zweitrangiger zumindest als noch in den vorherigen Romanen. Von den ersten Seiten der Saga an, waren\u00a0Lila und Len\u00f9 als eine Art Gegensatzpaar angelegt, dies wird auch im letzten Band fortgef\u00fchrt. Die Freundschaft der beiden ist schwierig, wie auch in den B\u00e4nden zuvor.<\/div>\n<div style=\"box-sizing: inherit; color: #333333; font-family: Cardo; font-size: 18px; letter-spacing: 1px; line-height: 1.5; margin-bottom: 1.4em; margin-top: 21px; padding-left: 8px; padding-right: 10px;\">Nachdem Len\u00f9\u00a0ihren Ehemann f\u00fcr ihre Jugendliebe Nino Sarratore verlassen hat, kehrt sie Mailand den R\u00fccken und zieht \u2013 als erfolgreiche Schriftstellerin \u2013 nach Neapel zur\u00fcck. (Was nicht verschwiegen werden soll: Das Len\u00f9-Nino-Liebesdrama nimmt auf den ersten 200 Seiten des vierten Bandes einen so gro\u00dfen Raum, dass es meine Nerven einigerma\u00dfen strapaziert hat.) Lila hingegen hat Neapel und den Rione nie verlassen, sie lebt mit Enzo zusammen und ist eine \u00e4u\u00dferst erfolgreiche Unternehmerin geworden. Lila genie\u00dft gro\u00dfes Ansehen im Rione und man sagt, sie habe die Solaras \u00bbbezwungen\u00ab. Um den Br\u00fcdern und ihren Verstrickungen zur Mafia jedoch den endg\u00fcltigen Todessto\u00df zu versetzen, hat sich Lila, so scheint es, einen besonderen Plan ausgedacht.<\/div>\n<div style=\"box-sizing: inherit; color: #333333; font-family: Cardo; font-size: 18px; letter-spacing: 1px; line-height: 1.5; margin-bottom: 1.4em; margin-top: 21px; padding-left: 8px; padding-right: 10px;\">Mit der Zeit wird Len\u00f9\u00a0immer klarer, dass sie in eine Welt zur\u00fcckgekehrt ist, die sie, im Gegensatz zu Lila, nicht versteht, deren Tiefe und Hintergr\u00fcndigkeit sich ihr nicht erschlie\u00dft. Immer hat sie das Gef\u00fchl, dass es unter der reinen Oberfl\u00e4che Gefahren lauern, von denen sie nichts wei\u00df. Gefahren, die Lila zwar bewusst sind, die sie jedoch gewaltig untersch\u00e4tzt zu haben scheint.\u00a0Das Ereignis, welches dem finalen Band der Saga seinen Titel gibt, reiht sich, ohne gro\u00dfes Aufheben, in die Kette der Ereignisse ein, von denen Ferrante in gewohnt n\u00fcchterner, aber mitrei\u00dfender Manier berichtet. Ein Kind verschwindet \u2026<\/div>\n<div style=\"box-sizing: inherit; color: #333333; font-family: Cardo; font-size: 18px; letter-spacing: 1px; line-height: 1.5; margin-bottom: 1.4em; margin-top: 21px; padding-left: 8px; padding-right: 10px;\">Mehr soll an dieser Stelle nicht verraten werden. Ob Lila am Ende von\u00a0<strong style=\"box-sizing: inherit;\">Die Geschichte des verlorenen Kindes<\/strong>\u00a0wieder auftaucht, wird \u2013 von mir hier \u2013 nicht verraten, man muss es einfach selbst lesen.<\/div>\n<div style=\"box-sizing: inherit; color: #333333; font-family: Cardo; font-size: 18px; letter-spacing: 1px; line-height: 1.5; margin-bottom: 1.4em; margin-top: 21px; padding-left: 8px; padding-right: 10px;\"><strong style=\"box-sizing: inherit;\">DIE GESCHICHTE DES VERLORENEN KINDES von ELENA FERRANTE<\/strong>Suhrkamp Verlag. 614 Seiten. 25 Euro.<br \/>\nGebunden mit Schutzumschlag.<\/div>\n<div style=\"box-sizing: inherit; color: #333333; font-family: Cardo; font-size: 18px; letter-spacing: 1px; line-height: 1.5; margin-bottom: 1.4em; margin-top: 21px; padding-left: 8px; padding-right: 10px; text-align: center;\">Vielen Dank an den\u00a0<a style=\"box-sizing: inherit; color: #f5c7b8; font-weight: bold; text-decoration: none; transition: all 0.1s ease-in-out;\" href=\"http:\/\/www.suhrkamp.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow noreferrer\">Suhrkamp Verlag<\/a>\u00a0f\u00fcr das Rezensionsexemplar!<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Was lange w\u00e4hrt. 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